Ringen und Boxen in Corona-Zeiten

AV-Chef befürchtet Desinteresse des Nachwuchses – Abteilungsleiter: „Genug Zulauf“

 

SPEYER. Corona beeinflusst beim Sport besonders nachhaltig körperkontakt-intensives Ringen, Boxen und Judo. Während die Judoka ihre Wettkampf-Saison 2020 mit den Bundesliga-Turnier der Männer- und Frauen am 10. und 11. Oktober im brandenburgischen Senftenberg abschließen und die Ringer-Bundesliga ihre Runden in den drei Gruppen Südwest, Südost und Nordwest  zwischen dem 3. Oktober und 5. Dezember 2020 austrägt, halten sich der Deutsche Boxsport-Verband und damit sein Südwest-Ableger SWABV zurück. Vorläufig gibt es keine Veranstaltungen.

Was Ringen und Boxen betrifft, befürchtet Speyers AV-Vorsitzender Jörg Schanninger „einen Rückgang im Nachwuchsbereich, wenn wir nicht bald Wettkämpfe anbieten können“. Die Abteilungsleiter Bernd Fahrnbach/Ringen und Hans Diehl/Boxen teilen die Befürchtung nicht: „Wir haben genug Zulauf“ sagt Fahrnbach, „Schüler und Jugendliche kommen nach wie vor zu unserem Training. Wir haben sogar ständig Anfragen“.  Beim Ringen hängt dies auch mit Fahrnbachs Engagement bei der von der Salierschule in die Sporthalle Ost verlegten Schul-Arge zusammen, bei der Schüler immer wieder für diese Sportart interessiert werden können.

Interesse am Ringen kann auch eine Veranstaltung auslösen,  die der AV-Vorsitzende Schanninger von den vom Deutschen Ringer-Bund vorgegebenen und von der Stadt umzusetzenden, aber noch nicht vorliegenden Hygienevorschriften macht (sie sehen unter anderem die Desinfektion der Ringermatte nach jedem Kampf vor). Da der Ringerverband Nordbaden auch die stets von ihm ausgerichtet Schülerrunde zumindest für 2020 abgesetzt hat, sei er an einem vom AV 03 Speyer erwogenen Nachwuchsturnier oder einer ähnlichen Veranstaltungsvariante interessiert. An der nordbadischen Schülerrunde hatten sich jahrelang Speyer und Schifferstadt beteiligt.  – wk