Boxen  und Tanzen – Noemi Lo Curto hofft auf Olympia und bietet neues Programm an

SPEYER. Noemi Lo Curto vom Speyerer Athletenverein, seit Jahren die beste Sportlerin des Südwestdeutschen Amateur-Box-Verbandes, hofft auf ihre ersten Olympischen Spiele. Die Chance einer Nominierung für Tokio 2021 hat die 23-jährige beim Bundesranglistenturnier vom 1. bis 5. Dezember in Straubing, das an Stelle deutschen Meisterschaft ausgetragen  wird. Die Titelkämpfe und die damit verbundene 100-Jahr-Jubiläumsveranstatung des Deutschen Boxsport-Verbandes sind wegen Corona auf das kommende Jahr verlegt worden.
Für ihr großes Ziel trainiert die Bantamgewichtlerin (bis 54 kg Körpergewicht) wöchentlich dreimal bei AV-Chefcoach Robert Schander. Zusätzlich hat die quirlige Athletin auch anderweitig Fahrt aufgenommen: Montag und freitags an bietet sie jeweils zwischen und 18.30 Uhr ein von ihr entwickeltes Bewegungsprogramm an, das sie so beschreibt: „Das ist ein Mix aus den Elementen Tanzen, Boxen, Fitness und jeder Menge Spaß“. Ein Probetraining kostet nichts.
Noemi Lo Curto arbeitet als Sekretärin des Gastroenterologie-Chefarztes Professor Dr. Thomas Rabenstein im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus. Sie boxt seit 2005, war Südwest-Meisterin in verschiedenen Altersklassen des Fliegen- und Bantamgewichts, Zweite der deutschen Juniorinnen-Meisterschaft 2013, Dritte der deutschen Jugend-Meisterschaft 2014, deutsche Jugend-Vizemeisterin 2015, internationale deutsche U 21-Meisterin 2016, Dritte der deutschen Frauen-Meisterschaft 2017.
Den 2018 gefassten Plan, sich über den italienischen Verband für Olympia zu qualifizieren, hat die deutsch-italienische Staatsbürgerin aufgegeben. Den Versuch hatte sie beim Verein Constantino Boxe Ferrara unternommen, weil sie sich vom Deutschen Boxsport-Verband ungenügend unterstützt fühlte. Bei Turnieren in Italien boxte sie dreimal in der Fliegengewichtsklasse (bis 51 kg), zweimal gewann sie. /wk