Corona kommt dem AV teuer

SPEYER. „Ihr dürft wieder im Verein trainieren“. Mit dieser Mitteilung erfreute Jörg Schanninger, erster Vorsitzender des AV 03 Speyer, die Gewichtheber und Gewichtheberinnen des Athletenvereins. Nach zweieinhalb Monaten Corona-bedingter Pause können sie das Heimtraining aufgeben und wieder alle Gerätschaften des Vereins benutzen.

Das lässt die zwei Verantwortlichen der AV-Gewichtabteilung aufatmen, Frank Hinderberger und Stefan Schmidt auch Hygiene-Beauftragter für die Hantelexperten und -expertinnen. Hinderberger auf RHEINPFALZ-Anfrage:

„Gerade für unseren Sport war es eine lange Pause, eine zu lange. Die Sportler und Sportlerinnen konnten zwar mit Hanteln und Gewichten zu Hause trainieren, aber das war mehr ein leichtes Training und wurde nur gemacht, um nicht ganz aus der Übung zu kommen. Gezieltes Aufbautraining,  zum Teil an verschiedenen Geräten, war nicht möglich“. 

Für Kraftsportler wie Gewichtheber sei es unmöglich, ausgefallene Trainingseinheiten nachzuholen. Nach einer solch langen Pause könne nicht gleich wieder an Maximallasten herangegangen werden, „sondern man muss dosiert ans Eisen heran gehen, um Verletzungen zu vermeiden. Der Körper braucht Zeit, um sich wieder an höhere Gewichte gewöhnen“. Zudem mache es mehr Spaß, wenn in einer Gruppe trainiert werden könne. Trainer Zoltan Balazsfi könne kontaktlos und unter Einhaltung des Mindestabstandes Anweisungen geben. 

Hinderberger weiter:  „Wir können unseren Trainingsraum so einteilen, dass die Athleten und Athletinnen  ihren eigenen Trainingsbereich haben und ihr eigenes Trainingsmaterial, angefangen von Hanteln, Scheiben und Magnesia. Das wird genommen, um feuchte Hände an der Hantel zu vermeiden. Die Trainingsgeräte werden nach jeder Benutzung desinfiziert“.

Die Desinfizierung auch der Trainingsgerätschaften der AV-Boxabteilung (Sandsäcke, Punchingbälle, Sprungseile, Handschuhe) kommt den Verein teuer zu stehen. Vorsitzender Jörg Schanninger: „Allein das dreimalige Wochentraining der Boxabteilung kostet uns jeweils  60 Euro für Sprühmittel“.  Ein weiteres Problem sei, „dass diese Mittel in solchen Mengen, wie wir sie brauchen, kaum noch zu kriegen sind“.  – wk