Ringen – AV „macht“ Tigers zum Meister

Speyer – Wrestlings Tigers Rhein-Nahe 8:26 – Urij Makarov erlebt Debakel

SPEYER. In einer insgesamt recht interessanten Begegnung bezogen die Ringer des AV 03 Speyer ihre erwartete sechste Niederlage(8:26). Sie verhalfen damit den seit Rundenbeginn elfmal nacheinander siegreichen Wrestling Tigers Rhein-Nahe – gegen die Speyer in der Vorrunde 0:36 verloren hatte –  vorzeitig zur Meisterschaft des Rheinland-Pfalz-Liga und zum Aufstieg in die Bundesliga-Gruppe Nordwest.

 

Ob allerdings die Wettkampf/Gemeinschaft der Vereine VfL Bad Kreuznach/TSC Langenlonsheim-Laubenheim/RE Büdesheim in die höchste Liga aufsteigen wird, sei eine finanzielle Ermessenssache, sagte Oliver Eich. Der Geschäftsführer des Aufgebots mit dem „gefährlichen“ Namen verwies im RHEINPFALZ-Gespräch darauf, „dass derzeit Gespräche mit Sponsoren laufen“. Wahrscheinlich sei aber, dass die Wrestling Tigers in der nächsten Saison zwei Mannschaften stellen werden, eine für die Bundesliga und eine für die Klasse darunter.

In Speyer, wegen der Nichtbesetzens des Gewichtsklasse bis 130 kg von vornherein mit 0:4 Punkten belastet, konnten die Tiger-Trainer Karl-Heinz Helbing und Slawa Maier allerdings längere Zeit nicht sicher sein, ob es etwas werden würde mit dem Favoritensieg. Nachdem die AV-Athleten Kristiyan Bahcevanov/66 kg und Tugan Gasiev/98 kg ihre Kontrahenten Noel Zimbelmann und Eredzheb Eredzheb in 20 Sekunden (Bahchevanov) und 50 Sekunden vor dem regulären Kampfende von sechs Minuten geschultert hatten, hätte unter anderem Urij Makarov/80 kg die Sache vermutlich zu Speyers Gunsten entscheiden können.

Doch dem Altmeister widerfuhr kaum jemals Erlebtes. In seiner Lieblingsstilart, dem freien Stil, demütigte der 23-jährige Vladislav Ivanov den 24 Jahre älteren AV-Trainer so sehr, dass Makarov keine einzige Wertung gelang, er innerhalb von drei Minuten mit 0:17 Punkten regelrecht überfahren wurde und sein Gegner die Partie dank technischer Überlegenheit gewonnen hatte. Bereits in der Vorrunde war Ivanov Sieger über den Speyerer Veteranen geblieben (2:1 nach sechs Minuten). Seiner Enttäuschung zum Trotz will Urij Makarov bis zum Saisonende „auf jeden Fall“ weiter auf die Matte gehen.

ERGEBNISSE

57 kg Griechisch-Römisch: Ali Reza Amini – Ahmed Alfaraj 0:4 (Schultersieg/Punkstand 2:18/Kampfzeit 1.32 Minuten). – 61 kg Freistil: Julian Fahrnbach – Abdullah Alfaraj 0:4 (Schultersieg/0:8/0:46). – 66 kg GR: Kristiyan Bahchevanov – Noel Zimbelmann 4:0 (Schultersieg/4:0/0:29). – 71 kg F: Nikola Pavlov – Huseyin Bekir 0:4 (technisch überlegen/2:18/3:48). – 75 kg GR: Daniel Buller – Jason Partenheimer 0:4 (technisch überlegen/2:17/2:28). – 80 kg F: Urij Makarov – Vladislav Ivanov 0:4 (technisch überlegen/0:17/3:00). – 86 kg GR: Vladislaw Schmalzel – Roland Bücher 0:2 (Punktsieg/4:9/6:00). – 98 kg F: Tugan Gasiev – Eredzheb Eredzheb 4:0 (Schultersieg/16:8/5:59). – 130 kg GR: Ferdaus Habibi ohne Gegner, 0:4. – wk