Ringen – Bemerkenswerter Kampftag

AV 03 20:12 über KG Pirmasens-Fehrbach – Mattenrichter Hauser staunt

SPEYER. Obwohl in nicht ganz zehn Minuten alle Kämpfe herum und die Speyerer Ringer die KG Pirmasens-Fehrbach mit 20:12 überraschend deutlich besiegt hatten, verlief der zweite Saisonerfolg des AV-Aufgebots in der Rheinland-Pfalz-Liga-Partie bemerkenswert.    

 

Die Gründe: Alle sechs Kämpfe – Speyer konnte zwei Gewichtsklassen, Pirmasens eine Klasse nicht besetzen – endeten vorzeitig, Trainer Achim Friedrich wollte seit vielen Jahren wieder einen Einsatz wagen und Mattenrichter Thomas Hauser wurde kurz vor Kampfbeginn von einer Smartphone-Meldung des Deutschen Ringer-Bundes überrascht. In einer Mischung von Irritation und Belustigung las er sie der RHEINPFALZ vor.

 

Die vom Ringer-Weltverband ausgehende und vom deutschen Kampfrichter-Obmann Uwe Manz (Witten) gesendete Meldung lautete wörtlich: „Für Ringer, die eine von Gericht angeordnete Fußfessel tragen, ist ein Kampf nicht möglich, egal, in welcher Stilart“. Drüber brauchte sich der Ludwigshafener Mattenleiter im Athletenheim keine Gedanken zu machen.

 

Anders als sein  46-jähriger Trainerkollege Urij Makarov, der den aktuellen AV-Mangel an einsatzbereiten Ringern durch seinen dritten Saisoneinsatz teilweise behob (und die Sache mit einem Schultersieg über Vitalij Sosov in 59 Sekunden vorzeitig beendete),  blieb Achim Friedrich mit seinen 54 Jahren von einem Matten-Comeback verschont. Vermutlich zu seiner Erleichterung mussten die Südwest-Pfälzer die Klasse bis 98 kg unbesetzt lassen, so dass der Harthausener ohne Anstrengung 4:0 Punkten zum Gesamterfolg seiner Mannschaft beisteuern konnte.

 

Das schafften auch Nikola Pavlov/66 kg mit einem zügig bewerkstelligten Freistilsieg über den mehr und mehr ratlos werdenden Afanasii Zorba und Kristian Bahchevanov/75 kg erwies sich seinem früheren Teamkollegen Rizvan Turpalov in ähnlich überlegener Weise als technisch überlegen. Mit einem Schultersieg über Leonardo Jann dank einer Kombination von Überwurf und Haltegriff trug Daniel Buller/80 kg zum AV-Gesamterfolg bei.

 

Weil sie dienstlich verhindert waren, konnten Vladislaw Schmalzel und Tugan Gasiev nicht antreten. Das neuerliche Fernbleiben des Patrick Posnjak erklärte Trainer Friedrich so: „Er hat mir gesagt, dass er ringen werden, wenn es wirklerste Gewichtsklasse (bis 130 kg) gleichfalls niemand aufbieten.

 

ERGEBNISSE

 

Freistil, Gewichtsklasse bis 57 kg: Ali Reza Amini – Faridoon Karimi 0:4 (technisch überlegen/Punktstand 2:14/Kampfzeit 2:14 Minuten) . – Griechisch-Römischer Stil, -61 kg: Simon Buller – Valeri Chelak 0:4 (Schultersieg/5:0/0:15). – Freistil, -66 kg: Nikola Pavlov – Afanasii Zorba 4:0 (technisch überlegen/16:1/2:23). – Griechisch-Römisch, -71 kg: Kristyian Bachchevanov – Rizvan Turpalov 4:0 (technisch überlegen/15:0/2:23). – Freistil, -75 kg: Urij Makarov- Vitalij Sosov 4:0 (Schultersieg/6:0/0:59). – Griechisch-Römisch, -80 kg: Daniel Buller – Leonardo Jann 4:0 (Schultersieg/4:0/1:06). – Freistil, -86 kg: Matthew Rodgers ohne Gegner, 0:4. – Griechisch-Römisch, -96 kg: Achim Friedrich ohne Gegner, 4:0. – Freistil, -130 kg: Nicht besetzt, 0:0. /wk

ich notwendig sein sollte“. Ohne das es die Beiden wissen konnten: Notwendig war das in der dritten Saisonpartie nicht – die gegnerische Kampfgemeinschaft konnte für die schw